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	<title>Comments on: Ich bin so Barrierefrei</title>
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	<description>Accessibility, Barrierefreies Internet, Zugang für alle</description>
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		<title>By: Alex</title>
		<link>http://access4all.ch/blog/?p=1112&#038;cpage=1#comment-8676</link>
		<dc:creator>Alex</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 14:12:50 +0000</pubDate>
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		<description>Siegfried schrieb:

&quot;Ich beschwere mich oft darüber, dass der Begriff “Webdesign” synonym ist zur Wahl von Formen und Farben, und zum Bilder malen. Dass Webdesign zuallererst Etwas mit Information und deren Strukturierung zu tun hat, das wollen Webdesigner nicht einsehen. Information ist Etwas, das für die meisten Menschen ausschließlich visuell wahrgenommen wird.&quot;

Danke für diese Ausführungen, Siegfried! Du bringst auf den Punkt, warum ich als &quot;Webdesigner&quot; den Begriff &quot;Webdesign&quot; ablehne. Der Sinn und Zweck von Webseiten ist, Informationen zu vermitteln. Aber dieser Aspekt geht in all der Verkünstelei von &quot;Webdesignern&quot; oft völlig unter. So sind Informationen oftmals nicht nur für blinde oder sebehinderte Menschen unzugänglich, sondern auch für nichtbehinderte Menschen, wenn sie z. B. Flash blockieren oder nicht installiert haben. Gute &quot;Webdesigner&quot; sollten sich wieder auf den ursprünglichen Zweck von Webseiten zurückbesinnen, die Informationsvermittlung. Dann klappt&#039;s auch mit der Barrierefreiheit. Das heißt nicht, daß Webseiten nicht auch ästhetisch sein können. Es gibt viele wunderbare Beispiele, wie man Webseiten ästhetisch und barrierefrei gestalten kann.

Nicht ganz verstehe ich deine Beschwerde, daß du diese Seite hier vergrößern mußt, um sie lesen zu können. Eine Webseite muß nicht so erstellt sein, daß sie ohne Eingriffe durch den User jeder Situation gerecht wird. Das geht gar nicht. An einer riesigen Schrift beispielsweise würde sich wieder ein Normalsichtiger massiv stören. Eine Webseite muß daher nur die Möglichkeit für entsprechende Eingriffe, die es jedem ermöglichen, die Informationen aufzunehmen, bieten. Dabei ist vor allem das Stichwort Skalierbarkeit zu nennen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Siegfried schrieb:</p>
<p>&#8220;Ich beschwere mich oft darüber, dass der Begriff “Webdesign” synonym ist zur Wahl von Formen und Farben, und zum Bilder malen. Dass Webdesign zuallererst Etwas mit Information und deren Strukturierung zu tun hat, das wollen Webdesigner nicht einsehen. Information ist Etwas, das für die meisten Menschen ausschließlich visuell wahrgenommen wird.&#8221;</p>
<p>Danke für diese Ausführungen, Siegfried! Du bringst auf den Punkt, warum ich als &#8220;Webdesigner&#8221; den Begriff &#8220;Webdesign&#8221; ablehne. Der Sinn und Zweck von Webseiten ist, Informationen zu vermitteln. Aber dieser Aspekt geht in all der Verkünstelei von &#8220;Webdesignern&#8221; oft völlig unter. So sind Informationen oftmals nicht nur für blinde oder sebehinderte Menschen unzugänglich, sondern auch für nichtbehinderte Menschen, wenn sie z. B. Flash blockieren oder nicht installiert haben. Gute &#8220;Webdesigner&#8221; sollten sich wieder auf den ursprünglichen Zweck von Webseiten zurückbesinnen, die Informationsvermittlung. Dann klappt&#8217;s auch mit der Barrierefreiheit. Das heißt nicht, daß Webseiten nicht auch ästhetisch sein können. Es gibt viele wunderbare Beispiele, wie man Webseiten ästhetisch und barrierefrei gestalten kann.</p>
<p>Nicht ganz verstehe ich deine Beschwerde, daß du diese Seite hier vergrößern mußt, um sie lesen zu können. Eine Webseite muß nicht so erstellt sein, daß sie ohne Eingriffe durch den User jeder Situation gerecht wird. Das geht gar nicht. An einer riesigen Schrift beispielsweise würde sich wieder ein Normalsichtiger massiv stören. Eine Webseite muß daher nur die Möglichkeit für entsprechende Eingriffe, die es jedem ermöglichen, die Informationen aufzunehmen, bieten. Dabei ist vor allem das Stichwort Skalierbarkeit zu nennen.</p>
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		<title>By: Siegfried</title>
		<link>http://access4all.ch/blog/?p=1112&#038;cpage=1#comment-8646</link>
		<dc:creator>Siegfried</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 10:06:08 +0000</pubDate>
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		<description>Das Problem ist, dass die &quot;sehende&quot; Welt so sehr auf den visuellen Sinn fokussiert ist, dass sich die gesamte Wahrnehmung sowie das gesamte Denken darum herum aufbaut. Ein nicht-sehen liegt vollkommen ausserhalb der erfahrungswelt der Allermeisten.

Ich beschwere mich oft darüber, dass der Begriff &quot;Webdesign&quot; synonym ist zur Wahl von Formen und Farben, und zum Bilder malen. Dass Webdesign zuallererst Etwas mit Information und deren Strukturierung zu tun hat, das wollen Webdesigner nicht einsehen. Information ist Etwas, das für die meisten Menschen ausschließlich visuell wahrgenommen wird.

Ich selbst bin nicht blind. Allerdings sehe ich schlecht, teils aufgrund des Alters, teils aufgrund von grauem Star. Ich brauche also große Schriften, um Webseiten lesen zu können. Leider muss ich auch diese Seiten hier auf 180% vergrößern, um sie lesen zu können. Ob es auch für &quot;Behinderungen&quot; eine Art &quot;Betriebsblindheit&quot; gibt? 

Ich bin auch nicht taub. Aber ich höre schlecht. Auf einer Seite höhre ich fast Nichts. Daraus resultiert vor Allem die Unmöglichkeit, Geräusche zu orten. Menschen, die Geräusche orten können, können nicht verstehen, warum ein &quot;kommst Du mal bitte&quot; nicht in meiner sofortigen Anwesenheit resultiert. Aber diese Aufforderung wirft für mich sofort die Frage auf: &quot;Wohin soll ich denn kommen?&quot;. Ich höre nun mal nicht, von woher diese Aufforderung kommt.

Menschen mit funktionierenden Sinnen können sich ein Leben ohne oder mit eingeschränkter Nutzbarkeit dieser Sinne nicht vorstellen. Vielleicht genauso wenig wie Menschen mit Behinderungen sich ein Leben ohne diese Behinderung oder mit anderen Behinderungen vorstellen können? Was ausserhalb der eigenen Erlebniswelt liegt, liegt oft genug auch ausserhalb des eigenen Denkens. Man sollte das Niemandem persönlich zum Vorwurf machen, aber man sollte daran arbeiten, dass sich der Vorstellungshorizont der Mitmenschen erweitert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Problem ist, dass die &#8220;sehende&#8221; Welt so sehr auf den visuellen Sinn fokussiert ist, dass sich die gesamte Wahrnehmung sowie das gesamte Denken darum herum aufbaut. Ein nicht-sehen liegt vollkommen ausserhalb der erfahrungswelt der Allermeisten.</p>
<p>Ich beschwere mich oft darüber, dass der Begriff &#8220;Webdesign&#8221; synonym ist zur Wahl von Formen und Farben, und zum Bilder malen. Dass Webdesign zuallererst Etwas mit Information und deren Strukturierung zu tun hat, das wollen Webdesigner nicht einsehen. Information ist Etwas, das für die meisten Menschen ausschließlich visuell wahrgenommen wird.</p>
<p>Ich selbst bin nicht blind. Allerdings sehe ich schlecht, teils aufgrund des Alters, teils aufgrund von grauem Star. Ich brauche also große Schriften, um Webseiten lesen zu können. Leider muss ich auch diese Seiten hier auf 180% vergrößern, um sie lesen zu können. Ob es auch für &#8220;Behinderungen&#8221; eine Art &#8220;Betriebsblindheit&#8221; gibt? </p>
<p>Ich bin auch nicht taub. Aber ich höre schlecht. Auf einer Seite höhre ich fast Nichts. Daraus resultiert vor Allem die Unmöglichkeit, Geräusche zu orten. Menschen, die Geräusche orten können, können nicht verstehen, warum ein &#8220;kommst Du mal bitte&#8221; nicht in meiner sofortigen Anwesenheit resultiert. Aber diese Aufforderung wirft für mich sofort die Frage auf: &#8220;Wohin soll ich denn kommen?&#8221;. Ich höre nun mal nicht, von woher diese Aufforderung kommt.</p>
<p>Menschen mit funktionierenden Sinnen können sich ein Leben ohne oder mit eingeschränkter Nutzbarkeit dieser Sinne nicht vorstellen. Vielleicht genauso wenig wie Menschen mit Behinderungen sich ein Leben ohne diese Behinderung oder mit anderen Behinderungen vorstellen können? Was ausserhalb der eigenen Erlebniswelt liegt, liegt oft genug auch ausserhalb des eigenen Denkens. Man sollte das Niemandem persönlich zum Vorwurf machen, aber man sollte daran arbeiten, dass sich der Vorstellungshorizont der Mitmenschen erweitert.</p>
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		<title>By: Daniele Corciulo</title>
		<link>http://access4all.ch/blog/?p=1112&#038;cpage=1#comment-8642</link>
		<dc:creator>Daniele Corciulo</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 15:13:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://access4all.ch/blog/?p=1112#comment-8642</guid>
		<description>Hey Domingos

Ich schliesse mich deiner Aussage völlig an. Was für mich gegensätzlich erscheint, ist die Tatsache dass  viele Sehende glauben, wir hätten ein besser entwickeltes Gehör aufgrund unserer Blindheit. Wenn wir es aus diesem Gesichtspunkt betrachten, ist es völlig unbegründet, dass man mit uns lauter spricht. Aber wie du sagst, wir sollten in der Gesellschaft mehr präsent sein. Presänt aber nichtnur mit Sonderangeboten, wie organisierte Freizeitgruppen von blindenverbänden usw. sondern präsent auch z.B. im Ausgang allein als blinde Person unter Sehenden. Denn nur so,  erhalten Sehende die Möglichkeit sich bewusst mit  der Thematik auseinander zu setzen. Dies bedingt von uns natürlich auch eine sehr grosse Offenheit, Offen über unsere Bedürfnisse sprechen zu können.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hey Domingos</p>
<p>Ich schliesse mich deiner Aussage völlig an. Was für mich gegensätzlich erscheint, ist die Tatsache dass  viele Sehende glauben, wir hätten ein besser entwickeltes Gehör aufgrund unserer Blindheit. Wenn wir es aus diesem Gesichtspunkt betrachten, ist es völlig unbegründet, dass man mit uns lauter spricht. Aber wie du sagst, wir sollten in der Gesellschaft mehr präsent sein. Presänt aber nichtnur mit Sonderangeboten, wie organisierte Freizeitgruppen von blindenverbänden usw. sondern präsent auch z.B. im Ausgang allein als blinde Person unter Sehenden. Denn nur so,  erhalten Sehende die Möglichkeit sich bewusst mit  der Thematik auseinander zu setzen. Dies bedingt von uns natürlich auch eine sehr grosse Offenheit, Offen über unsere Bedürfnisse sprechen zu können.</p>
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		<title>By: domingos</title>
		<link>http://access4all.ch/blog/?p=1112&#038;cpage=1#comment-8640</link>
		<dc:creator>domingos</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 14:21:23 +0000</pubDate>
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		<description>Das ist wirklich Alltag für Blinde. Man muss den Leuten aber zugute halten, dass Blinde aus ihrem jahrelang eingeübten Kommunikationsmuster herausfallen. Blinde sind in der Gesellschaft zu wenig präsent. ich bin schon froh, dass die Leute nicht anfangen, lauter mit mir zu reden, als ob ich taub und nicht blind wäre;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist wirklich Alltag für Blinde. Man muss den Leuten aber zugute halten, dass Blinde aus ihrem jahrelang eingeübten Kommunikationsmuster herausfallen. Blinde sind in der Gesellschaft zu wenig präsent. ich bin schon froh, dass die Leute nicht anfangen, lauter mit mir zu reden, als ob ich taub und nicht blind wäre;-)</p>
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