Einfach Surfen

insieme Schweiz, die Stiftung «Zugang für alle» und die Hochschule für Soziale Arbeit FHNW publizieren heute einen neuen, praxisrelevanten Leitfaden für Webprofis. «Einfach Surfen» leitet an, wie das Internet für Personen mit kognitiven Beeinträchtigungen barrie-refreier gestaltet wird.

Heutzutage ist ein Leben ohne Internet kaum mehr vorstellbar. Shoppen, Reisen buchen, sich informieren, Kulturelles… Immer mehr alltägliche Handlungen finden über das Internet statt. Trotzdem ist das Internet nicht für alle auf die gleiche Art und Weise zugänglich.

Personen mit spezifischen Bedürfnissen, z.B. Menschen mit einer geistiger Behinderung, mit Lern-, Konzentrations- oder Sprachschwierigkeiten sind mit unzähligen Barrieren konfron-tiert. Internationale Richtlinien zur barrierefreien Gestaltung von Internetangeboten wie die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0, berücksichtigen die Bedürfnisse von Men-schen mit kognitiven Beeinträchtigungen nur am Rande.

Der Leitfaden «Einfach Surfen» schliesst diese Lücke. Er präsentiert 14 Empfehlungen, um die Barrierefreiheit im Internet für Personen mit kognitiven Beeinträchtigungen zu verbessern.

EInfachSurfenBroschueren

Der Leitfaden kann unter www.insieme.ch (>Shop & Publikationen) in vier Sprachen bestellt werden. Die PDF-Versionen stehen www.einfachsurfen.ch zum Download zur Verfügung.

Entwicklung eines barrierefreien ePub3-Editors

Für Schüler mit besonderen Bedürfnissen genauso wichtig wie barrierefreie Schulbücher sind barrierefreie Unterlagen welche durch Lehrkräfte erstellt werden. Dazu gehören Hand-outs, insbesondere aber interaktive Arbeits-, Übungs- und Prüfungsblätter. Wünschenswert wäre, dass alle an Schulen eingesetzten Dokumente (immer auch) in demselben barrierefreien (elektronischen) Format vorliegen und mit denselben auf die spezifischen Bedürfnisse der einzelnen Schüler und Schülerinnen abgestimmten Lesesystemen gelesen und editiert werden können. Jegliche Lehr- und Lernmaterialien sollen «aus einem Guss» stammen.

Screenshot der Editor-Benutzeroberfläche

Um diese Lücke hat die Stiftung «Zugang für alle» in Zusammenarbeit mit dem blinden Informatiker Quentin Cosendey im Rahmen seiner Masterarbeit (EPFL) einen Editor zur Erstellung barrierefreier interaktiver Dokumente in EPUB3 entwickelt. Er soll Lehrkräften auf allen Bildungsstufen als Open-Source Software frei zur Verfügung stehen und ihnen erlauben ihre Arbeits- und Übungsblätter und insbesondere Prüfungen barrierefrei zu erstellen.

Heute werden solche meist in gedruckter Form verteilt. Die zugrundeliegenden elektronischen Dokumente sind meist PDF- oder Word-Dokumente. Beide Formate eignen sich schlecht als barrierefreie Alternativen für Mitschüler mit besonderem Bildungsbedarf. In beiden Fällen ist viel Wissen über Barrierefreiheit notwendig um geeignete Dokumente zu erstellen. Interaktive PDFs benötigen weitere zusätzliche Fähigkeiten.

Um die Lehrpersonen bei der Erstellung barrierefreier Inhalte zu unterstützen, verfügt der Editor über eine Benutzerführung die den Anwender sachte an das Thema Barrierefreiheit heranführt und ihn auf mögliche Stolpersteine aufmerksam macht.

Stand der Entwicklung

Der Anforderungskatalog an die Applikation wurde im Rahmen der Masterarbeit weitgehend umgesetzt. Unsere Erwartungen an die Qualität der Umsetzung wurde bei Weitem übertroffen. Interne und externe Evaluationen haben jedoch gezeigt, dass für die weitere Verbreitung des Editors unter Lehrpersonen noch viel Arbeit geleistet werden muss. Dies hat verschiedene Gründe:

  1. Die Entwicklung einer Software zur Erstellung von Dokumenten für Menschen, welche sich an moderne Textverarbeitungssoftware und deren Möglichkeiten gewöhnt sind, ist ein grosses Unterfangen und in sechs Monaten durch eine Einzelperson kaum zu bewältigen.
  2. Quentin Cosendey ist blind. Dies garantiert eine fundierte Barrierefreiheit des Editors selbst sowie der erstellten Dokumente, hat aber den Nachteil, dass die Usability für Sehende und die visuelle Gestaltung der Benutzeroberfläche bislang vernachlässigt wurden und in der Folge vollständig überarbeitet werden müssen.
  3. Eine ansprechende visuelle Benutzeroberfläche ist unumgänglich um eine grössere Studie zu Benutzererfahrungen bei Lehrpersonen durchzuführen um weitere Erkenntnisse zur Weiterentwicklung zu gewinnen.

Weiterentwicklung und das weitere Vorgehen

Es ist uns ein grosses Anliegen, das noch brach liegende Potenzial des ePub3-Editors auszuschöpfen. Er hat das Potenzial die noch offene Lücke zwischen der fehlenden barrierefreien Schulung-Unterlagen im System integrative Schule zu schliessen.

Deshalb ersuchen wir Sie für eine zweite Phase des Projekts um Ihre aktive und finanzielle Unterstützung. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme unter info@access-for-all.ch.

Unser Dank

ebgb-300x128Für die finanzielle Unterstützung des Projekts bedanken wir uns herzlich beim Eidgenössischen Büro zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen.

Back in Jail

So, nach einer Woche habe ich nun die Kraft gefasst, um öffentlich darüber zu schreiben. Ich habe mein Android-Experiment abgebrochen und bin nach fast 9 Monaten Android-Nutzung wieder auf iOS zurückgekehrt. Es mag sein, dass sich einige von Euch fragen warum? Ich versuche nachfolgend einige Ereignisse aufzulisten, die mich zu diesem Schritt gedrängt haben: Obwohl Android durch seine wenig eingeschränkte Nutzung für Apps viele Vorteile bietet, sind Einschränkungen in der Barrierefreiheit vorhanden. Theoretisch funktioniert zwar alles, aber praktisch sind es die kleinen unzuverlässigen Sachen, die das Ganze zu einer nervenaufreibenden Angelegenheit machen. Das automatische Scrollen von Inhalten funktioniert immer sehr unzuverlässig. Die Tastatur bietet nur einen Eingabemodus, man muss über die Buchstaben fahren und beim richtigen den Finger anheben. Gerade wenn man sich bewegt, fällt das Schreiben nicht leicht, dazu kommt, dass die Touchscreens von Android-Geräten nicht immer ganz zuverlässig reagieren. Mit der  Android Version 5.0.1 kam ein Bug hinzu, der meinen Bogen deutlich überspannte: Es ist seit diesem Update nicht mehr möglich auf sämtlichen Geräten eine Uhrzeit einzustellen. In sämtlichen Apps, die eine Uhrzeitauswahlkomponente enthalten, ist keine Auswahl einer Uhrzeit mit Talkback möglich.

Ich stand relativ bald vor der Wahl, ein Handy zu haben ohne die Möglichkeit, einen Wecker oder einen Kalender zu benutzen oder wieder zu iOS zurückzukehren. Dieses hat zwar auch mehr Bugs als auch schon, aber es ermöglicht immerhin, schnell und zuverlässig Tastatureingaben zu erledigen sowie Datum und Uhrzeit in sämtlichen Apps auszuwählen.

Fazit

Sicherlich muss ich wieder Einschränkungen in der Nutzung des Gerätes hinnehmen. Ich glaube aber, dass eine zuverlässige Bedienung der Funktionen, die für das Gerät vorgesehen sind, wichtiger ist als eine uneingeschränkte Nutzung. Im Grunde trifft dies ja auch auf uns zu. Für gewisse Leute ist vielleicht eine Gefangenschaft auch die bessere Option, als  irgendwo auf der Strasse im Winter zu erfrieren.

Die einfache Bedienung von Nas wird zur Barriere

Einleitung

Weboberfläche der Synology Rack Station

In meiner Freizeit konsumiere ich verschiedene multimediale Inhalte. Musik macht davon einen grossen Teil aus. Da meine CD-Sammlung immer mehr digitalisiert wird, habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, diese Inhalte zentral an einem Ort zu lagern, um anschliessend einfach mit den verschiedensten multimediafähigen Geräten darauf zuzugreifen. Das Digitalisieren der Sammlung bietet für mich als Blinden einige Vorzüge. Es ist z.B. möglich, selbständig und speditiv einen bestimmten Titel abzuspielen, ohne im Regal nach der passenden CD zu suchen und den Track auf der passenden Disc anzuwählen. Da in meiner Wohnung in zwei Räumen ein Multiroom-System von Sonos steht, kann ich beide Räume mit anderen Inhalten meiner Sammlung beliefern. All diese Gründe haben mich dazu bewegt, mich nach einer energiesparenden Lösung umzusehen, welche meine Inhalte zentralisiert meinem Netzwerk zur Verfügung stellt.

Wahl des Geräts

Aus platzsparenden- sowie energietechnischen Gründen habe ich mich für ein Nas entschieden. Nun stellte sich die Frage: was für eines? Wie richtet man überhaupt so etwas ein? Recherchen im Internet zeigten, dass die Konfiguration dank eines Webinterfaces laut Hersteller ganz leicht möglich sei und keinerlei Shell-Kenntnisse erfordere, obwohl ein Linux als Basis dient.

Ich habe mir verschiedene Demos der Webinterfaces angeschaut. Keines konnte wirklich mit barrierefreier Umsetzung punkten. Ich habe mich dann für das Webinterface von Synology entschieden, was nicht barrierefrei ist, aber mit Ach und Krach den Anschein machte, als ob es bedient werden könne.

Nun stand ich also mit einem frisch gekauften Synology-Nas zu Hause. Im Kopf schwirrten noch die Gedanken, dass alles einfach und schnell eingerichtet werden kann.

Erfahrungen

Nach dem Einstecken der Hardware begannen auch schon die ersten Hürden. Die Software um das Synology-Nas im Netzwerk zu finden ist nicht barrierefrei. Die Elemente der Applikation werden einem gar nicht angesagt. Also musste ich mit dem Einschränken der IP-Range im Router durchprobieren, bis mir das Webinterface antwortete. Diese Aufgabe kann unter Umständen ein blinder Durchschnittsanwender schon vor unlösbare Hürden stellen.

Die Entwickler des Webinterfaces haben wohl noch nie etwas von den WCAG 2.0 gehört.”> Die Webseite des Interfaces bietet keinerlei Orientierungshilfen. Was besonders schlimm ist: fast alle Schalter werden als „unbeschriftete Schalter“ angesagt. Als
Blinder ist man also gezwungen, durch drücken und abzählen der Schalter zu lernen, was diese bewirken. Dieses Verfahren kann aber gerade in der Vergabe
von Berechtigungen sehr gefährlich sein.

Für das Einrichten von zwei Benutzern mit je 2 Ordnern habe ich 2.5 Stunden benötigt. Dies liegt nicht am fehlenden technischen Verständnis, sondern viel mehr am unzugänglichen Webinterface.

Um hier für mich einen vereinfachten Zugang zum Gerät zu haben, bin ich wohl gezwungen, mich mit der Shell auseinander zu setzen. Traurig ist nur, dass man für nicht technisch versierte Nutzer mit dem Webinterface eine Vereinfachung entwickelt hat, die Menschen mit einer Behinderung einfach verwehrt bleibt. Doch auch ich gehöre zu jenem Personenkreis, der beim Erkunden einer Benutzeroberfläche weiss, was er tun muss und kann. Die Shell verlangt, dass man exakt weiss, was man vor hat und tun möchte.

Fazit

Technik soll mich unterstützen. Wenn die Bedienung einer Weboberfläche eine Vereinfachung für die Mehrheit der Benutzer bietet, sollten auch blinde Menschen davon vollen Gebrauch machen können. Es ist schade, dass man für die Bedienung unzugänglicher Geräte ein Vielfaches der kognitiven Leistung verbraten muss.

Die Accessibility von Chrome-OS

Ein aufgeklapptes Notebook, ein Chromebook ist zu sehen mit einer daran arbeitenden Person.
Daniele Corciulo arbeitet am Chromebook

Mitte November haben wir vom SZB ein Chromebook als Testgerät erhalten. Ich hatte zwar bereits gehört, dass Chrome-OS Accessibilityfunktionen integriert haben soll, habe es aber selbst noch nie ausprobiert.

Allgemeines zum Gerät

Das Chromebook ist ein leichtes Notebook, etwa 11 Zoll gross und 550 Gramm schwer. Es läuft mit einem vergleichsweise schwachen Prozessor und besitzt meistens nur eine geringe Menge an internem Speicher, sowie Arbeitsspeicher. Dies ist aber nicht so schlimm, da sich die meisten Applikationen sowieso im Browser abspielen und somit die benötigten Ressourcen nur sehr gering sind. Als Betriebssystem dient eine Linux-Distribution, welche von Google stark angepasst wurde und möglichst eingeschränkt ist um für die Nutzer das System so einfach wie möglich zu machen. Das System ist somit innert weniger Sekunden aufgestartet und betriebsbereit. Nutzt man Google-Dienste, kann man sich mit dem Google-Account einloggen und die Einstellungen des Chrome Browsers werden übernommen. Wie vorhin angetönt, das System ist so aufgebaut dass alle Applikationen im Web ausgeführt werden. Es ist also nicht möglich Windows Programme darauf laufen zu lassen. Dies hat zur Folge, dass man auch einen neuen Screen Reader verwenden muss. Es handelt sich hier um den Screen-Reader ChromeVox.

Mögliche Anwendung für Blinde

Grundsätzlich kann man sagen, dass alles funktioniert. Selbst meine Braillezeile wurde auf Anhieb erkannt. Der Screenreader ist von der Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig, aber er funktioniert sehr zuverlässig.
Allerdings ist auch hier das System nur soweit zugänglich, wie es die Apps sind und da sind die Unterschiede wie überall nicht gerade unwichtig.

Da sich sowieso alles im Browser abspielt sind natürlich zugängliche Apps und Webseiten das Hauptkriterium um auch ein zugängliches Erlebnis auf dem Chromebook zu bieten.

Da die Anwendung des Chromebook vor allem auf das Surfen im
Internet beschränkt ist, kann das Gerät von Blinden vor allem als
Nachschlage-Rechner verwendet werden. Der Rechner ist rasch hochgefahren und sofort Betriebsbereit. Im Vergleich zu iOS, bietet Chrome eine bessere ARIA-Unterstützung. Da das Gerät auch eine Tastatur besitzt, kann man damit auch im Internet einfacher interagieren als auf einem Touchscreen. Auch wenn Flash immer mehr an Bedeutung verliert und nicht ganz unproblematisch hinsichtlich Barrierefreiheit ist, wird Flash im Gegensatz zum iPad auf dem Chrome-OS unterstützt. Dies kann nützlich sein, wenn Webseiten keine alternativen Player anbieten. Updates und Virenschutz gehören laut Hersteller auch nicht zu den täglichen Sorgen des Chrome-OS-Anwenders. Dies weil zum einen eine automatische Update-Funktion vorhanden ist und zum anderen, weil sowieso  nur Webapplikationen ausgeführt werden können.

Fazit

Vertraut jemand mehrheitlich auf die Cloud und sucht einen Rechner, der leicht und schnell einsatzbereit ist, ist das Chromebook sicher eine mögliche Alternative. Allerdings ist zu bedenken, dass es im Prinzip nur ein Rechner ist, der für die Internetnutzung konzipiert ist. Sobald man mehr machen möchte, muss man auf eines der vollwertigen Betriebssysteme umsteigen. Da der Screenreader bereits integriert ist, fallen auch keine Updatekosten hierfür an. Allerdings kann man auch nur den ChromeVox verwenden.

Grippe und Barrierefreiheit

Die Temperaturen sind kälter geworden und somit ist auch die
Wahrscheinlichkeit einer möglichen Grippeinfektion am ansteigen. Nachdem mein sprechendes Fieberthermometer, welches ich über einen Hilfsmittelversand bezogen hatte kaputt ging, habe ich mich auf die Suche nach einem neuen Gerät gemacht. Dies ist für mich als Blinder keine einfache Aufgabe, denn die meisten Apotheken verkaufen keine sprechenden Thermometer. Ich habe im Internet geschaut, ob es vielleicht ein Gerät gibt, welches eine Schnittstelle zu einem Smartphone hat. Dies würde es ermöglichen, ein Thermometer zu benutzen, ohne das Display lesen zu müssen. Damit so etwas funktioniert, müsste natürlich auch die entsprechende App barrierefrei sein.

Auf der Suche ist mir ein Thermometer von Beurer mit Infrarotmessung und integrierter Sprachausgabe begegnet. Ein Vergleich auf www.toppreise.ch hat gezeigt, dass das Produkt meiner Begierde am günstigsten bei www.microspot.ch verfügbar ist. Ich habe natürlich direkt die Webseite aufgerufen und versucht
das Gerät zu bestellen.

Die erste Hürde kam bereits bei der Navigation, die Kategorien waren nur mit der Maus anwählbar. Ich bat also meine Freundin mir den Direktlink zum Artikel zuzusenden, damit ich anschliessend den Bestellprozess selbstständig abschliessen kann. Es war schon kaum möglich den Artikel in den Warenkorb zu legen. Nach etwa 30 Minuten ist mir dies endlich gelungen, wobei ich hier auf Tricks zurückgreifen musste, die ich durch meine tägliche Arbeit als Accessibility-Consultant kenne. Nun war der Bestellprozess an der Reihe. Hier habe ich ein Formular angetroffen – ohne Labels. Ich habe also versucht die Angaben einzufüllen. Ich habe alle möglichen und unmöglichen Kombinationen versucht, leider ohne Erfolg. Ich wusste nach zwei Stunden immer noch nicht was falsch gelaufen war. Eine Rücksprache mit Arbeitskollegen hat gezeigt, dass Fehlerhinweise in einer Lightbox angezeigt werden und zusätzlich mit Farben gekennzeichnet sind. Lightboxen müssen zugänglich programmiert werden, damit diese mit Screenreader funktionieren. Ebenfalls müssen fehlerhafte Eingaben zusätzlich mittels eines versteckten Texthinweises angezeigt werden.

Lightbox mit Fehlermeldung (mit Screenreader nicht sichtbar)

Ich habe nun das Gerät nicht bestellt. Dieser Shop ist für mich überhaupt nicht nutzbar und ich bin somit gezwungen das Gerät bei der Konkurrenz zu kaufen, denn die haben ein Ladengeschäft. Allerdings bin ich  auch gezwungen den doppelten Preis zu bezahlen. Barrieren im Web schränken also die Marktfreiheit deutlich ein.

Ich hoffe, dass Onlinehändler erkennen, dass ein barrierefreies Angebot nicht nur soziales Engagement, sondern auch mehr potentielle Kunden bedeutet und zwar deutlich mehr, wenn man davon ausgeht dass in der Schweiz etwa 1.4 Mio (Quelle: BFS) Menschen mit einer Behinderung leben.

Barrierefreie elektronische Lehrmittel im EPUB3 Format

Zürich, 13.10.2014

Die Stiftung «Zugang für alle» freut sich, den offiziellen Abschluss des Vorprojekts «Barrierefreie elektronische Lehrmittel im EPUB3 Format» bekannt geben zu dürfen.

Das folgende Executive Summary ist ein Auszug aus der Projektstudie «Barrierefreie elektronische Lehrmittel im EPUB3-FOrmat». Hier gehts zum Download:

Projektstudie (PDF, 3MB)

Die Projekt-Website epub3.ch wird weiterhin aktiv unterhalten und gepflegt. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen beteiligten Projektpartnern und freuen uns auf die Weiterführung des Projekts 2015. Barrierefreie elektronische Lehrmittel im EPUB3 Format weiterlesen

Teil 3: (Fast) Grenzenlos barrierefrei mit Nexus

Seit über zwei Wochen habe ich jetzt mein Nexus 5 mit Android 4.4.4. Um das Nexus 5 «blind» zu bedienen verwende ich die eingebaute Sprachausgabe Talkback. Damit wird (fast) alles vorgelesen.

Daniele bedient blind das LG Nexus 5

Seit dem letzten Update kann ich nun sogar Umlaute schreiben. Es gibt auch bereits viele Apps, die zumindest ohne grössere Einschränkungen nutzbar sind.  Je länger je mehr bin ich von der guten Barrierefreiheit von Android 4.4.4 mit Talkback begeistert, auch wenn noch längst nicht alles perfekt ist…

Bei meinen letzten Blog-Beitrag war ich mir noch nicht sicher, ob ich mein altbewährtes iPhone mit VoiceOver oder mein neues Android-Smartphone in die Ferien nach Italien mitnehmen soll.

Jetzt weiss ich aber, dass ich mit meinem Nexus 5 nach Italien fliegen werde.

Apropos fliegen, ich hatte schon immer den Traum, einmal selbst zu fliegen…

Teil 2: Einblick in Android-Accessibility

Nun sind wieder einige Tage vergangen und mein Android-Experiment geht weiter. Ich bin also immer noch absolut iPhone-los unterwegs – und das als Blinder!

Inzwischen konnte ich das Browser-Problem lösen. Der Firefox-Beta, bietet mit einer Dreifinger-Wischgeste nach oben die Möglichkeit einzustellen,von welchem Element zu welchem Element man springen will. Wischt man anschliessend mit drei Fingern nach rechts, springt man vom Element zu Element. Obwohl ich ein Problem gelöst habe, kommt ein anderes dazu. Ich kann keine Umlaute schreiben (das ist etwas bloed). Weiss hier jemand Rat? Teil 2: Einblick in Android-Accessibility weiterlesen

Teil 1: Android im harten Alltag

Technologie gehört zu meinem Alltag.  Ich setze Technologien an vielen Orten ein, um meine fehlende Sehkraft zu kompensieren.

Beruflich bedingt, aber auch aus persönlichem Interesse, schaue ich immer mal gerne wieder über den iOS-Tellerrand hinaus. Diesmal ist Android an der Reihe. In letzter Zeit erlebe ich immer öfters, dass  auf meinem iOS-Gerät nicht mehr alles Rund läuft, dies ist Grund genug zu prüfen, was bei Android in der Zwischenzeit im Bezug auf Accessibility gegangen ist.

Teil 1: Android im harten Alltag weiterlesen

Accessibility, Barrierefreies Internet, Zugang für alle